Todesopfer eines Häftlingstransports

Zum Gedächtnis, verstorben auf einem Transport von Häftlingen aus dem Konzentrationslager Ravensbrück bei dem mehrtägigen Aufenthalt des verschlossenen Zuges in Bayreuth (weibliche Häftlinge aus KZ Ravensbrück)

Die im Januar 2013 nach Recherchen der damaligen Leiterin des Historischen Museums und Stadtarchivs, Dr. Sylvia Habermann, angebrachte Gedenktafel auf dem Stadtfriedhof erinnert an sechs in Bayreuth verstorbene Frauen, die bisher anonym begraben waren. Im Februar 1945 wurden Insassinnen des Konzentrationslagers Ravensbrück in Brandenburg mit einem Eisenbahnzug abtransportiert und sollten nach Burgau in Bayern, in ein Außenlager des KZ Dachaus, verlegt werden. Nachdem der Zug von alliierten Streitkräften beschossen worden war, stand er für mehrere Tage in Bayreuth. Dabei blieben die Frauen in den völlig dunklen, ungeheizten Güterwaggons die ganze Zeit eingesperrt. Aufgrund der katastrophalen hygienischen Verhältnisse litten viele Frauen an starken Magen-Darminfektionen. Sechs verstarben während des Halts in Bayreuth und wurden, nur in Papiersäcke gehüllt, auf dem Bayreuther Stadtfriedhof anonym begraben. Mit dieser Gedenktafel werden sie der Vergessenheit entrissen und ihres Schicksals gedacht.

Gedenktafel für KZ-Opfer
Standort

Stadtfriedhof
Eingang Carl-Burger-Straße, an der alten Friedhofsmauer

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